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Informationsstelle für
Ausländerinnen-
und Ausländerfragen
 
Speichergasse 29
3011 Bern
Sekr./Kurse/Empfang, Tel. 031 310 12 70,
Beratung, Tel. 031 310 12 72,
Postkonto 30-28321-0

Werkstatt für Beratung von MigrantInnen

Ausgangslage

Die Schweiz ist ein Einwanderungsland mit einem hohen ausländischen Bevölkerungsanteil. Dies ist
ein Faktum, dem nahezu alle zustimmen. Die Gruppe der Migrant_innen stellt eine Minderheit dar,
die auf unterschiedlichen Ebenen benachteiligt wird. Dies führt dazu, dass Klient_innen mit Migrationshintergrund
in der Sozialen Arbeit – sei es in Sozialdiensten, im Gesundheitsbereich oder in der
Schule - überrepr.sentiert sind.
Die Soziale Arbeit ist deshalb in ihrem Tätigkeitsfeld direkt und indirekt mit migrationspezifischen
Fragestellungen konfrontiert. Sie thematisiert die Ursachen der Probleme der Migrant_innen und
setzt sich für ihre gerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein.
Die Problemdefinition ist dabei zentral, da erst auf ihr basierend adäquate Lösungsstrategien entwickelt
werden können. Individuelle Problemlagen können nun eindimensional als kulturell bedingt
betrachtet werden – dies kommt in der aktuellen öffentlichen Debatte häufig vor. Das aber birgt die
Gefahr, dass die strukturelle Dimension sowie andere Dimensionen eines Klienten, einer Klientin,
aus dem Blick verschwinden, und eine herausfordernde Problemlage ausschliesslich mit der Kulturdifferenz
erklärt wird. Diese Verengung des Blicks kann dazu führen, dass in der Beratung zu wenig
nachhaltige gemeinsame Lösungsstrategien erarbeitet werden.
Dies kann noch verstärkt werden, wenn die Auseinandersetzung mit sowie die Entwicklung von
transkulturellen Kompetenzen innerhalb einer Institution ausschliesslich als individuelle Aufgabe
betrachtet wird. Damit transkulturelle Kompetenz sich innerhalb einer beratenden Institution der
Sozialen Arbeit festsetzt und bei den Beratenden individuell gefördert werden kann, muss dieses
Thema auch als Leitungsaufgabe im Rahmen der Organisationsentwicklung betrachtet werden.
 

Aufbau der Veranstaltung

An dieser Weiterbildungsveranstaltung werden Fachpersonen aus dem Sozialbereich in einem ersten
Teil mittels Referaten für die Thematik sensibilisiert. Im zweiten Teil der Veranstaltung erhalten
sie in interaktiven Einzel- und Gruppenarbeiten Inputs für die praktische Umsetzung des Gelernten
in ihrem Berufsalltag.
Die Weiterbildungsveranstaltung wird als eine Anstossveranstaltung konzipiert. Die Teilnehmenden
werden ermutigt, die erhaltenen Inputs als Multiplikator/innen in ihre Teams zurückzutragen. So
können – wo dies als hilfreich erachtet wird – individuell zugeschnittene, teaminterne Weiterbildungen
zur Thematik angeboten werden.

 

Angesprochen...

... sind Fachpersonen aus dem Sozialbereich - es kann sich dabei um Mitarbeitende bei Sozialdiensten,
um Schulsozialarbeitende oder um Mitarbeiter_innen bei Fach-, Präventions- und Beratungsstellen
handeln.

 

Programm und Anmeldetalon